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23. bis 25. Juni 2017

Sebastian Studnitzky / Jasmin Tabatabai & David Klein QuartettNiendorf, Evers-Werft, Große HalleNiendorf/Ostsee, Deutschland
So 25.06.2017 | 15:30 Uhr | Timmendorfer Strand | Niendorf, Evers-Werft, Große Halle | JB 8
Sebastian Studnitzky

Sebastian Studnitzky

Memento – The String Project

Sebastian Studnitzky, der große Stilwandler, reißt hier alle Grenzen zwischen U- und E-Musik ein und überwindet starre Kategorisierungen wie Jazz, Pop, Elektro und Klassik. Zugleich bringt »Memento« die Vielseitigkeit und stilistische Aufgeschlossenheit des Berliner Multiinstrumentalisten, Komponisten und Arrangeurs eindrucksvoll auf den Punkt. Die klug orchestrierten Streicher grooven und schwelgen und Studnitzky’s Spiel auf Trompete und Klavier schwebt ebenso emotional wie minimalistisch fein. Eine fundiert entworfene Musik, die sich wohltuend vom gängigen Klassik-Jazz-Crossover abhebt. Die »Memento«-Klangstrukturen kommen in üppigem Gewand daher, ohne jedoch kitschig zu wirken, sie grooven transparent, ohne dem Streicherensemble die Luft zum Atmen zu nehmen und haben zugleich große emotionale Tiefe und Leichtigkeit. Das Fachmagazin JAZZthing schwärmt: »Das klingt, als würden Michael Nyman, das Penguin Cafe Orchestra, Ryuichi Sakamoto und Philip Glass mit Jon Hassell auf einem Berg spielen, um aus den vom Echo zurückgeworfenen Klängen neue hypnotische Musik zu formen: eingängig und unter die Haut gehend!« Bei der JazzBaltica erklingt eine instrumental erweiterte, nahezu orchestrale Version gemeinsam mit Streichern und Holzbläsern des Schleswig-Holstein Festival Orchesters.

Sebastian Studnitzky piano, trumpet | Paul Kleber bass | Tim Sarhan drums

Jasmin Tabatabai

Jasmin Tabatabai & David Klein Quartett

Was sagt man zu den Menschen, wenn man traurig ist

Bereits vor fünf Jahren sorgte die bekannte deutsch-iranische Schauspielerin und Sängerin mit ihrem Album »Eine Frau« für Furore, für das sie mit einem ECHO Jazz ausgezeichnet wurde. Damals noch eine Jazz-Newcomerin, überzeugte sie bereits mit höchst differenzierter Vortragskunst. »Ich bin jedesmal geradezu fassungslos«, so David Klein, »wie natürlich sie an einen Song herangeht und ihm einen eigenen Stempel aufdrückt.« Heute erreicht die prickelnde Affäre zwischen Jasmin Tabatabai und dem Jazz die nächste Stufe. »Das ist jetzt eine sehr ernsthafte Liebesbeziehung«, sagt die Sängerin, »man kann sich ungeschminkt zeigen und muss keine Angst davor haben, dass der andere sofort wieder abhaut.« Ihr kongenialer Musikpartner David Klein, Saxophonist, Komponist und Arrangeur, hält dabei wieder die Fäden in der Hand und setzt Tabatabai gekonnt in Szene. Die SZ nennt Tabatabai in einem Atemzug mit Marlene Dietrich und Hildegard Knef. »Entscheidend ist, dass sie an eine lange verlorene, auch von den diversen Diseusen der Kleinkunstbühnen nicht ersetzte Tradition anknüpft: an den Jazz-gestützten, deutschen Chanson. Auch die (großen Diven) waren im eigentlichen Sinne keine Sängerinnen, vielmehr überzeugende Gesangsdarstellerinnen, Diven, die Liedtexte kraft ihrer ganzen Persönlichkeit ins Ziel brachten. Das macht nun auch Tabatabai, und sie macht das so gut wie sehr lange keine mehr.”

Jasmin Tabatabai vocal | David Klein saxophone | Olaf Polziehn piano | Davide Petrocca bass | Peter Gall drums

Preis

45 € / erm 36 €