Deutsch
23. - 25. June 2017

Iiro Rantala & Ulf Wakenius / CyminologyNiendorf, Evers-Werft, Große HalleNiendorf/Ostsee, Deutschland
Sa 25.06.2016 | 13:00 Uhr | Timmendorfer Strand | Niendorf, Evers-Werft, Große Halle | JB 3

Iiro Rantala & Ulf Wakenius

Vereint in Melodie und Groove

Wer das Beach-Konzert Iiro Rantalas vor vier Jahren bei der ersten JazzBaltica am damals neuen Standort in Niendorf miterleben konnte, weiß um die begeisternde Performance und den ansteckenden Humor des strohblonden Finnen. Eben »ein Naturereignis an den Tasten« (Jazzthing). »Iiro Rantala ist ein Ästhet. Seine Vorstellung von Klang ist traditionell an den Möglichkeiten eines guten Flügels orientiert«, urteilte die Jury der Deutschen Schallplattenkritik über sein Soloalbum »Lost Heroes«, welches ihm 2011 den großen Jahrespreis eintrug. Seine Kunst sei Resultat eines makellosen, flexiblen Anschlags, einer mit Humor durchsetzten Gestaltungskompetenz und einer profunden melodischen Musikalität. Im vergangenen Jahr entschloss sich Rantala, diese Hommage an seine musikalischen Helden mit einer wahren Supergroup, bestehend aus Viktoria Tolstoy, Lars Danielsson, Morten Lund und Ulf Wakenius, umzusetzen. Dabei entstand spontan der Gedanke eines gemeinsamen Duos, das im Mai seine Premiere in Skandinavien hatte. Wakenius ist nach Meinung des unvergessenen Oscar Peterson einer der großartigsten Vertreter seines Instruments. Er verbindet in seinem Spiel ein ausgeprägtes Gespür für Rhythmen mit lyrischer Expression; passend zu Rantalas leichtfingriger Phrasierung, die mal mit lakonischem Witz, mal mit großem Sentiment daherkommt. Hier könnte sich ein wegweisendes Duo gefunden haben.

Iiro Rantala piano | Ulf Wakenius guitar

Cyminology

Mythologischer Kreislauf

Persische Dichtkunst wird von Cyminology, der Berliner Band um die Sängerin Cymin Samawatie, gekonnt mit feinfühligem Jazz kombiniert. Alt und Neu werden auf einzigartige Weise kombiniert. »Phoenix« heißt das aktuelle bei ECM erschienene Album, für das sich Samawatie auf die Spuren der persischen Dichterin Forough Farrokhzad gemacht hat. Farrokhzad (1934 –1967) schrieb feministische, sozialkritische und politische Gedichte und konnte in ihrem zu kurzen Leben keine Anerkennung für ihr Werk finden. Leider stößt auch Cyminology im Iran bisher auf Ablehnung, somit verbindet der Umgang mit den kulturellen Konventionen und die Überwindung derselben Farrokhzad und die Band Cyminology. Die Dichterin wie auch die Sängerin und Komponistin lösen sich von der Tradition: Forough Farrokhzad arbeitete in der freien Versform, Cymin Samawatie verwebt die Grenzen des Jazz mit persischer Lyrik und klassischen Elementen. Im Konzert bei JazzBaltica wird das Quartett um den Bratscher Martin Stegner erweitert. Das Mitglied der Berliner Philharmoniker bereichert das Klangspektrum des Quartetts um eine ungewöhnliche, reizvolle Farbe.

Cymin Samawatie vocal | Benedikt Jahnel piano | Ralf Schwarz bass | Ketan Bhatti drums | Martin Stegner viola

Preis

45 € / erm. 36 €